zum abschluss

February 13th, 2011
Posted in for the ladies..
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schon etwas länger her seit dem letzten eintrag. an den umlauten erkennt man, dass ich wieder in dtl sein muss (oder am jordan. GI, haha, das wäre zu schön…)

gestern gab es hervorragendes deutsch-osteuropäisches essen, weitgehend gesund und sehr schmackhaft. dennoch geht mir das ungesalzene brot und das viele mezze ab. verzweifelt nach hommos und khubbs im edeka gesucht. haha. nur kichererbsenpampe und mexikanische tortillas gefunden, my dissatisfying substitute.

ich habe das dt wetter vermisst, den nebel, die vögel und den stillen verkehr. kein manisches gehupe mehr, man kann sich nicht vorstellen, wie laut es jeden tag war, egal ob in aleppo, zarqa, amman oder beirut. eltern, geschwister und hund haben sich sehr über meine rückkehr gefreut, und werden sich in zwei monaten noch mehr freuen… nachträgliche weihnachtsbescherung kommt, wenn wir uns alle zu ostern wiedersehen. spannung spannung, was hat das jüngste kind alles mitgebracht? wir werden sehen..

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das bloggen ist nun überflüssig geworden. die ambition weg. macht traurig, schaffe keine ganzen sätze mehr. arabisch wurde fast gewalttätig durch niederbayerisches deutsch ersetzt, damit muss man erst mal fertig werden. mir fehlt die sprache. fehlt das essen. aber ich weiß, dass ich die ganzen libanesischen, jordanischen und syrischen geldscheine nicht umtauschen sollte. ich meine, nicht wegen der erinnerung, aber weil es immer ein zweites mal gibt.

was bleibt noch zu sagen? bye bye for now. and see you next year. habibi. ;)

saida… jezzine… wo bin ich??

February 8th, 2011
Posted in Beirut, Further down the road
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das gute ist, ich kann mich immer darauf verlassen, dass ich nie das finde, was ich will. unterstuetzt eine realistische erwartungshaltung. jedoch, mission Mlita noch nicht gescheitert. letzter versuch morgen. auf der suche nach ominoesem hezbollah museum irrwege in das staedtchen am meer Sidon (ok, das war noch so vorgesehen), auf ein meeresschloss, in einsame souqs (sehr einsam, es schiffte wie aus tausend kuebeln, aber an schoenen tagen sieht die gegend bestimmt ehrrlich aus) und, auf der suche nach dem matHaf il hezbollah, in ein seifenmuseum. von dem neuen hezbollah center hat anscheinend kein schwein etwas gehoert, obgleich von der hezbollah und so (wenn ihr versteht, was ich meine). al hamdullilah, netter seifenmuseumscafekellner weiss bescheid.

noo, noo you mean Mlita, naam? haida fi Jezzine, you gotta go to Jezzine.”

also nach Jezzine, mountaindorf im liban. suedwesten. aufregung im bus ueber mich, weil kein tourist im winterregen in die berge faehrt, und es sei schon so spaet wieso weshalb warum.

Mlita!

vorsichtsmassnahme: man diktiert mir handynummern, damit ich anrufe/ smse, sobald ich heil zu hause ankomme. keiner weiss bescheid und wir gestikulieren und sprechen franzoesisch und arabisch, die wichtigsten vokabeln fehlen uns allen, aber sie fahren mich in die berge. hoch… sehr hoch in die berge. der bus stottert.

am ende faellt einem fahrgast ein, walla, MLITA! na klar, aber sei doch ganz wo anders, bei Deir al Qamar und das liege bei Beiteddine, was haette ich denn in den bergen verloren, ich sei falsch (es wurde dunkel, der regen staerker). na so was.

im sonst idyllisch jetzt aber verregneten kaff sind nur noch busfahrer und ich uebrig, er holt seine kumpels und wir essen mittag auf den hinteren sitzen, danach yalla, zurueck nach Sidon, durchnaesst (der bus leckt) und verfroren. schnell noch foto mit seyn und seyns freund, dann die stunde fahrt mit ihm zurueck. stockfinster in beirut, aber ich lebe und bin satt. ach ja, und die smse an meine neuen jezziner busfreunde.

lachender gewehrlauf

February 6th, 2011
Posted in Beirut, grau
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was soll ich schreiben… 20 grad inbeirut, menschenauflauf um hariris grab, panzer, strassenblockaden, ueberall. ein arabischer zocker neben mir, der versucht mit hiphopzeilen seinen adrenalinspiegel zu pimpen und dabei ganz ungekonnt englisch mit seiner muttersprache zu kombinieren versucht.

gestern abend wieder: furcht vor der militaerischen praesenz, die in deutschland in der intensitaet auf eine revolution deuten wuerde, zumindest aber auf die maikrawalle, aber hier wohl ein taegliches bild darstellt. verwirrung, wenn die “GI-guys” ein bonjour! ca va, madame, tu est tres jolie! rufen, lachen, ein foto mit mir wollen… verrueckte welt. ich kann mich noch nicht dran gewoehnen, aber zumindest passiere ich die strassenblockaden nicht mehr mit erhoehter geschwindigkeit.

gestern byblos mit marianne und das azurblaue mittelmeer vor uns. ein traum. da leider mein bilder-upload limitiert ist, kann ich keine diashow geben. aber es war sehr schoen und ihr duerft ruhig neidisch sein.

morgen besuch in sidon (صيدة) und das matHaf il hezbollah mit nasrallahs exklusivem film. ehrlich, wenn ich es bis zum eingang des museums schaffe, werde ich niederknien und diesem gott danken, denn bisher habe ich in syrien und libanon NIE das gefunden, was ich gesucht habe. oder es hat mehrere stunden gedauert, obwohl nur um die ecke. wer behauptete, ich sei ein glueckspilz? witzig.

speis, trank und mpi remastered version: regen in beirut

February 3rd, 2011
Posted in Beirut, Further down the road, Urlaub
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beirut ist klasse, kein zweifel. mein buch sagt mir, die stadt sei zu fuss gut ablaufbar — was fuer eine luege! die stadt ist so riesig, mir war es gestern von gemmayizeh (stadtviertel) aus nicht moeglich, vor einbruch der dunkelheit die corniche zu erreichen, auf dem letzten viertel weg musste ich kehrtmachen, es wurde dunkel und hamra (anderes viertel) ist nun mal nicht die gegend tres chique, im gegenteil, wenn es in beirut knallt, dann hier. walla, will nicht, dass mir wieder so was wie am letzten abend in damaskus passiert, wo ich auf der suche nach einer kunstgalerie ist eine unbeleuchtete gegend geriet, feindesliges ausspucken, drei halbstarke mit maschinengewehren, die mir intensiv hinterherstarrten.. die hohe praesenz an schwerbewaffneter polizei in beirut erinnert daran — und ich fuehlte mich gestern, waehrend meiner wanderung an einschussloechern in mauern und hauswaenden, nicht zu wohl dabei.

auf der suche nach gemmayzeh erklomm ich dann einen berg, von denen es sehr viele gibt in beirut, meistens gehn . langweilige gegend, schon stockfinster, ein schwerbewaffneter libanese vor einem stark bewachten gebaeude fragt, ob er mir helfen kann. zehn minuten spaeter sitze ich mit abdallah und bernard von der polizeigarde im kabuff und speise unter hariris schlafzimmerfenster. anschliessend fotosession, und froehliches auf wiedersehen. auf der anderen seite dieser “langweiligen gegend”, erkenne ich die frontseite des praesidentenpalasts. das war mein erster abend in beirut.  [zweiter stromausfall]

der naechste abend, nur ums erwaehnt zu haben, ist kalt, nass und jemand aus der kanadisch-amerikanischen gruppe hat nebens klo gekotzt. aber, hey, wir sind jung. regen in beirut.

zuhause bei hariri

beirut ist klasse, kein zweifel. mein buch sagt mir, die stadt ist zu fuss gut ablaufbar — welch luege! die stadt ist so riesig, mir war es gestern von gemmayizeh aus nicht moeglich, vor einbruch der dunkelheit die corniche zu erreichen, auf dem letzten viertel weg musste ich kehrtmachen, es wurde dunkel und hamra ist nun mal nicht die gegend tres chique. walla, will nicht, das mir wieder so was wie am letzten abend in damaskus passiert, wo ich auf der suche nach einer kunstgalerie ist eine unbeleuchtete gegend geriet, feindseligkeit, drei halbstarke mit maschinengewehren, die mir intensiv hinterherstarrten.. die hohe praesenz an schwerbewaffneter polizei in beirut erinnert daran und ich fuehlte mich gestern, waehrend meiner wanderung an einschussloechern in mauern und hauswaenden, nicht zu wohl dabei.
auf der suche nach gemmayzeh dann einen berg erklommen, langweilige gegend, schon stockfinster, ein schwerbewaffneter libanese vor einem stark bewachten gebaeude fragt, ob er mir helfen kann. zehn minuten spaeter sitze ich mit abdallah und bernard von der polizeigarde im kabuff und speise unter hariris schlafzimmerfenster. anschliessend fotosession, und froehliches auf wiedersehen. auf der anderen seite dieser “langweiligen gegend”, erkenne ich die frontseite des prasidentenpalasts. das war mein erster abend in beirut.

Syrien 3

January 29th, 2011
Posted in Syrien, Urlaub
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alle guten dinge sind drei. nach drei sollte schluss sein. immer. jeries ist eben gefahren und ich in einen schlafsaal des hotel ghazal in damaskus gezogen. eine ruehrselige umarmung, seine hadda von ihm an mich, weg war er. was mach ich jetzt?

ah ja fotos reinstellen.

aleppo: at the smithy’s..

serjilla

further down the wall

syrien 2

January 27th, 2011
Posted in Further down the road, Syrien, Urlaub
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vor einer halben woche: damaskus -> aleppo

heute: aleppo -> homs

demnaechst: homs -> damaskus

ich suche verzweifelt nach einer geldmaschine in aleppo und gerate an hassan, der mir ueberaus freundlich und weltgewandt persoenlich den weg zeigen will (fuer die arabisten unter den lesern: bishrahlak, mish bishlahlak!). ein taubstummer freund kommt vorbei und moechte wissen woher ich komme.

almania.

ah, I love almania. I have a good friend there. klaus his name. everybody in germany name klaus, eh?

er dreht sich zu seinem freund , macht eine bewegung am aermel (militaer), fuehrt die rechte straff zur brust und streckt sie zur formvollendeten hitlerpose aus. der taubstumme macht grosse augen, sieht mich an. mimt einen amoklaeufer mit maschinenpistole, malt sich ein adolfbaertchen. dann lachen beide und wollen mich am liebsten in die arme schliessen. we love germany!


ansonsten komme ich nur maessig mit syrien zurecht. das liegt einserseits an der paradoxen verhaltensweise der syrer und der anstrengenden art, sobald ich mit meiner maennlichen begleitung die oeffentlichkeit betrete (in restaurants dimmen sie das licht, setzen romantische musik auf etc.). und dann verwirrt das voellig andere klima . es regnet, es ist gruen. es gibt gras. ich bin nicht mehr in jordanien (wettermaessig), aber immer noch mit einem fuss im orient (sprache). das tut nicht gut. es wird zeit, zurueckzukehren. hamdullilah, die lage im libanon hat sich schlagartig wieder entspannt. a propos entspannt: ich bin wohl nur um haaresbreite einer schiesserei im reisebus entgangen. die syrer sind ein temperamentvolles volk *ahem…

liebenswerte dinge an diesem land: die alten viertel in damaskus und aleppo mit ihren gemaeuern und kleinen sauberen gassen. die dreckigen souqs, in dem neben goldkettchen und unterhose riesige fleischbrocken vom haken haengen. und die fast irisch anmutenden kirchenruinen, halb von gras zugewachsen, einsam auf irgend welchen huegeln stehend. die halbstarken, die gegenueber von meinem internetcafefenster herumlungern und wohl irgendetwas von mir erwarten, sind jetzt weg. jeries und ich werden heute tot ins bett fallen. morgen wieder frueh raus… krak des chevaliers. schon wieder eine burg.

syrien

January 23rd, 2011
Posted in Further down the road
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nach der netten begegnung mit dem taiwanesischen maedchen “ready” im dana reservat lag der ploetzliche abschied an der jordanischen grenze doch etwas schwer im magen. wie sie erzaehlt hat, wo sie in syrien unbedingt hin wollte, erst drei tage in aleppo, dann homs, damaskus… als wir uns zufaellig in amman am busbahnhof treffen und sie ihr ticket kauft, entscheidet sie sich spontan fuer eine mitreise nach damaskus. ihre pinke jacke begleitet uns bis zur grenze, dann sehen wir sie lange am schalter stehen, dann sehen wir sie lange gar nicht, und als wir im bus sitzen, kommt ihr geknicktes gesicht in begleitung mit einem officer zum gepaeckraum und  verschwindet mit der viel zu grossen tasche richtung jordanien. mangas uebertreiben nicht mit der darstellung von trauer, asiaten lassen den kopf und die schultern wirklich haengen, wenn sie an der grenze abgelehnt werden.

hinweis auf syrien:

1. verklemmte gesellschaft, ganz gleich wie gleichberechtigt in der politik die frau auch ist. in der moschee wird getrennt, in der kirche wird getrennt, im ho(s)tel wird getrennt und toiletten werden nicht einfach nur getrennt, sie liegen in komplett verschiedenen gebaeuden. ein hoch auf den rest der welt, der mit dem thema geschlecht wuerdevoller umgeht.

2. besuch einer gut verriegelten koptischen kirche in christenviertel. jeries wird unhoeflich gefragt, was er hier mache, er solle sich ausweisen. aegypten schnuert die kehle zu, man ist misstrauisch ggb allem, das nach islam aussieht.

3. besuch der masjid umayyad in oldtown damaskus. wir stellen fest, dass einige maenner beim verlassen des betsaals gegen eine tuer treten, und fragen nach. der waerter erklaert, dass schiitische moslems ihren unmut gegenueber der sunnitischen moschee aeussern, indem sie sie nach dem gebet treten.

4. syrien – jordanien. zwei welten. man lebt hier, so nahe an europa merkwuerdigerweise den traum von tausend und einer nacht staerker als im haschemitischen koenigreich. und dennoch fuehle ich mich in damaskus, als waere ich im tuerkischen viertel einer deutschen verrussten (nicht verRUSSten!) grossstadt. haut ist heller, die klamotten erinnern an osteuropa (von den frauen mal abgesehen), man sieht kaum haddas oder lange gewaender. ich vermisse das sympathische regierungsoberhaupt jordaniens.

5. damaskus ist schweineteuer und wirkt fuer seine verhaeltnisse arrogant.

6. damaskus ist es leider wert.

auf der suche nach einem beruehmten r\terrassenrestaurant landen wir im alten viertel von damaskus im keller eines dubiosen leckermeisters. wir sind die einzigen gaeste. von den ca 12 gerichten auf der karte gab es nur drei an dem abend. als er sie uns bringt, fehlt der joghurt, der sei ihnen ausgegangen, heisst es, stattdessen gibt es salat. pepsi haben sie leider auch nicht, nur sprite. nein, brot gibt es leider auch nicht mehr..  das kebbeh war auch schon ziemlich durch. wir sehen fern und geniessen die salatblaetter.

ein dana vom wind

January 21st, 2011
Posted in Amman, grau
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ich vermisse Amman. sitze mitten drin und bin doch außen vor.

rückkehr aus dana nature reserve. in dieser minute erhalte ich die nachricht über den tod einer bekannten. zeit, weiterzuziehen.

which way?

walla, ma ‘andi wakt

January 12th, 2011
Posted in Amman
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tickende uhr.

muss das ganze chaos, das ich produziert habe, aufräumen. der computer stottert unter seiner last, ähnliche lage auch mit dem rest meines büros.

nur noch ein voller arbeitstag.

dann ein seminar am wochenende und ein kurzbesuch am 17…

“am montag, was für einen kuchen bringen sie da mit?” (äääh?!?!?)

schreck. bis auf ein hadda und ein t-shirt, auf dem ein zweideutiges “wa thafak” steht verlasse ich jordanien souvenirlos.

ganz verabschieden muss ich mich, hamdullilah, nicht, denn auf meiner weiterreise durch jordanien und syrien wird mich ein neu gewonnener freund begleiten.

das finale au revoir folgt an der libanesischen grenze… hasse abschiede. es ist leicht zu gehen, aber so schwer, die passenden letzten worte zu finden..

Ich vergaß zu erwähnen

January 9th, 2011
Posted in party
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… dass silvester ein renner war. deutsche frauen und arabische männer in sixties-pose, es war einfach göttlich… glänzende augen und nargileh verqualmte lungen, wunderkerzen und mount nebo-wein. :D